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Gegenmaßnahme:
Es muss unterschieden werden ob man im Fermenter schon die Entschwefelung vollziehen will oder erst im Nachhinein das Gas reinigt. Oft ist eine Kombination sinnvoll, da man eine Grob- und Feinentschwefelung vornehmen muß. Von 20 000 ppm auf 5 ppm ist keine Entschwefelungsstufe allein in der Lage dazu
Es ist ja nicht allein die Frage wie bekomme ich den Schwefelwasserstoff aus dem Gas heraus. Es müssen auch die neben aufgeführten Fragen geklärt sein:
Entschwefelung im Fermenter:
Dies ist mit Sicherheit die beste Methode für die Grobentschwefelung, da alle Funktionen mit dem Substrat zusammen erfolgen. Die Zugabe erfolgt mit dem Substrat, die Korrosion des Fermenters wird gestoppt, die Gasproduktion und -Qualität wird nicht negativ beeinflußt, es gibt keine Ablagerungen im Gasraum, der gebundene Schwefel verläßt mit dem Substrat das System und kann bedenkenlos als Dünger wieder auf Äcker aufgebracht werden.
Wie erreicht man dies? Mit Zugabe von zweiwertigen Eisensalzen. Sie können in flüssiger Form als Eisen-II-Chlorid oder in fester Form als Eisen-II-Sulfat zugegeben werden. Von dreiwertigen Eisensalzen ist abzuraten, da ein Drittel der Wirksubstanz durch andere Reaktionen verloren geht.
Mit einer einfachen Grunddosierung sind H2S-Konzentrationen, die für den Gasmotorenbetrieb nötig sind problemlos erreichbar, also um die 200 ppm. Es sind auch niedrigere Werte erreichbar, das setzt aber eine Steuerung und Regelung voraus.
Entschwefelung des Gases:
Hier gibt es verschiedene Lösungen die entweder zur Grobentschwefelung dienen oder als nachgeschaltete Feinentschwefelung zum Einsatz kommen.
Die Finger sollte man von der Sauerstoffzugabe im Gasraum mit einem Aquariumsbelüfter lassen. Das klingt sehr kostengünstig und umweltfreundlich, aber das Verfahren hat einen Hacken: Der Sauerstoff wandelt den Schwefelwasserstoff in elementaren Schwefel um. So weit so gut, aber wie verläßt der Schwefel den Gasraum??? Sicher brechen irgendwann Teile davon herab und fallen in das Substrat. Es gibt genügend Betreiber, die daraufhin sich von Ihrem Gasmotor verabschieden mussten. Die Lösung war doch nicht so preisgünstig.
Anders schaut das aus wenn extra nachgeschaltet ein Gasraum geschaffen ist wo die Zugabe von Sauerstoff erfolgt und der elementare Schwefel sich gezielt auf Platten ablagern kann, die von Zeit zu Zeit entfernt und gereinigt werden können.
Die am häufig benutze Methode ist das Durchleiten des Gases durch eisenhaltiges Filtermaterial. Der Nachteil ist, dass das Filtermaterial ausgetauscht werden muss, wenn es gesättigt ist. Betrieben als Feinentschwefeler sind die Standzeiten doch sehr viel länger und der Arbeitsaufwand ist vertretbar.
Auch Gaswäscher können eingesetzt werden. Gerade in Kombination mit einer nachgeschalteten Biogastrockung als Feinentschwefelung sinnvoll.
siehe: und was man dagen tun kann)
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